Vom Mut zu Visionen
Wer Mut hat, braucht Visionen. „Visionen“ ist damit das logische Thema der 19. Österreichischen Medientage 2012, dem bedeutendsten Fachkongress für Medien, Kommunikation, Marketing und Multimedia in Österreich.
„In volatilen und krisengeprägten Zeiten sind Visionen der Treibstoff für Veränderungen und Innovationen. Ohne Visionen gäbe es keine neuen Medien, keine kreativen Umwälzungen, und keine gesellschaftlichen Reformen. Die Österreichischen Medientage stellen visionäre Kommunikationsstrategien vor, durchleuchten die Strategien der großen Konzerne und fragen Politik und Wirtschaft, welche Vorstellungen zur globalen Krisenbewältigung sie haben“, Hans-Jörgen Manstein, Initiator der Österreichischen Medientage.
Location und Dauer bleiben gleich, der dritte Tag - der Online Day Austria - ist wieder den Kreativ- und Marketingvisionen der Online- und mobile-Branche gewidmet.
Die Österreichischen Medientage werden sich in ihrer Struktur verändert präsentieren. Wir lösen die bisherigen Themenblöcke nach den klassischen Segmenten Print, TV oder New Media auf, da es derartige Segmentierungen nicht mehr gibt. Und wir integrieren Politik und Konnotationen zur Gesellschaft in alle Diskursrunden. Wir werden knapper in den Podiumsbesetzungen und aggressiver und kontroversieller in den Fragestellungen.
Der Konsument als Produkt?
Ein durchgehender roter Faden findet sich: die enorme Involvierung des Medienkonsumenten und dessen Identitäten und Daten in globale Entertainment- und Marketingnetze. „Der Konsument ist heute eigentlich das Produkt, von dem Social Media und Multimediakomplex leben. Seine Daten sind ihr Kapital in der Totalvermarktung“
Sebastian Loudon, Chefredakteur des Horizont
Die Medientage werden in der Besetzung und im Anspruch internationaler. „Es gibt heute nur mehr vereinzelt Medienhäuser, die national beschränkt agieren, die Verflechtungen werden intensiver, Konzentrationsprozesse beschleunigen sich wieder. Auch das wird ein kontroversielles Thema der Medientage sein. Einzelunternehmerische Visionen, die gegen alle Widerstände sich durchsetzen versus managementgetriebene Konzerne, deren Visionen in Expansion, Zukauf von Kreativität und Absicherung durch Patente liegen“, schärft Manstein die thematische Fokussierung.
Gesellschaftspolitisch geht es bei den Medientagen um das neue Verhältnis zwischen Medien, öffentlicher Macht und demokratischer Legitimation. „Entsteht eine neue, durch Medien befeuerte Zivilbewegung von unten oder sind selbst die Interventionen der Konsumenten und Bürger lediglich Teil einer gigantischen Marketingmaschine, der sich niemand entziehen kann. Gibt es Visionen zu einem neuen Bild von Gesellschaft und Gerechtigkeit?“


