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13:52 Uhr

Österreichische Medienpolitik auf dem Prüfstand

Politik mit den Medien oder Medien Politik – ein Missverständnis?


Medienpolitik wird bei den Österreichischen Medientagen (21. bis 23. September 2010 in der Wiener Stadthalle) ausführlich debattiert: in mehreren Panels und bei einem „Roten Sofa“ mit Helmut Thoma, dem legendären RTL-Pionier und Österreichs Mediensekretär Josef Ostermayer: Mit Harald Fidler als kundigen Moderator. Die Kernfrage: Gibt es überhaupt eine österreichische Medienpolitik oder betrachtet Politik Medien als Promotor in eigener Sache? Wie demokratisch ist Österreichs Medienlandschaft und Struktur?

 

Ein weiteres, heftig diskutiertes Thema wird die „Digitale Dividende“ sein, nachdem die Bundesregierung beschlossen hat, freiwerdende Frequenzen an Mobilfunkbetreiber zu vergeben. In welcher Form steht noch nicht fest. Hochkarätige Experten wie Alfred Grinschgl und Georg Serentschy (beide RTR) diskutieren mit Orange-Boss Michael Krammer, Corinna Drumm, Geschäftsführerin des VÖP, Harald Himmer von Alcatel Lucern sowie Michael Wagenhofer vom ORS, Arne Börnsen von AB Consulting, einer der Gutachter in Sachen Digitale Dividende, wird ein Impulsreferat halten.

 

Migration und Medien

Medienpolitik behandelt auch das Panel „Migration-Integration-Wirtschaft“ unter anderem mit Integrationsstadträtin Sandra Frauenberger, WKW-Präsidentin Brigitte Jank, Novomatic-Chef Franz Wohlfahrt, Nenad Stevanovic von der Agentur Ethnomarketing, tipp3-Chef Philip Newald, Rainer Münz von der Erste Group Bank, und dem ausgewiesenen Ethnomarketing-Spezialisten und dem Gründer der Zeitschrift „Biber“, Simon Kravagna.

 

Es geht um die Frage, welche Funktion Medien für Migranten haben, welchen Dialog sie initiieren und wie sie Integration und Kooperation verstärken können.

 

Eine weitere aktuelle Diskussion thematisiert die teilweise umstrittene öffentliche Förderung von privaten Rundfunksendern: „Öffentliche Gelder für privaten Mist?“ ist der durchaus provokant gemeinte Titel.

 

Um die Zukunft des Medienstandortes Wien – eine medienpolitisch relevante Frage – geht es im Eröffnungspanel mit Bürgermeister Michael Häupl, WKW-Präsidentin Brigitte Jank und dem Filmproduzenten Jan Mojto. Die Moderation des Panels hat Christian Rainer von profil inne.

 

„Medien sind nicht nur die vierte Gewalt im Staat, Medien bedürfen klarer gesetzlicher Strukturen und stellen immerhin einen der am stärksten expandierenden Wirtschaftsfaktoren dar“, so Medientage-Initiator und Organisator Hans Jörgen Manstein, selbst erfahrener Fachverleger und Herausgeber.

 

Über die Österreichischen Medientage 2010:
Mit etwa 2.000 erwarteten Teilnehmern sind die Österreichischen Medientage die bedeutendste Fachkongressplattform der lokalen Kommunikationsbranche. Im Jahr 2010 wurde die Wiener Stadthalle - Kongresshalle F – als Location ausgewählt, die in zwei Sälen Raum für Panel-Diskussionen und Key-Vorträge bietet. Die Österreichischen Medientage haben sich auch einem inhaltlichen und programmatischen Relaunch unterzogen. Der dreitägige, kompakte Fachkongress verzichtet auf die Medienmesse und weitet dafür das Themenportfolio aus. Um neue, auch branchenferne Zielgruppen zu erschließen, wurden nicht nur die Key Speaker mit interdisziplinären Ansätzen verpflichtet, sondern auch das Pricing verändert. Jeder der drei Tage kann für sich alleine gebucht werden – um 70,- Euro (Di, Mi) bzw. 40,- Euro (Do). Die 4 Schwerpunktbereiche im Jahr 2010 sind: Wirtschaft und Philosophie, Politik und Gesellschaft, Zukunft der Medien und New Media.


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