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13:54 Uhr

Krake Google oder die Zukunft des freien Wissenszugangs?

Googles Strategen stellen sich der Öffentlichkeit


„Trends in der vernetzten Welt“ ist der Titel des Referats von Jürgen Galler, Google-Stratege in Deutschland. Er wird anlässlich der Österreichischen Medientage (21. bis 23. September in der Wiener Stadthalle) über Philosophie, Innovationen und Wissenspolitik des Web-Giganten sprechen, der sich anschickt, Wissensmonopolist des digitalen Zeitalters zu werden und das mittlerweile auch in Österreich spektakulär tut.

Google scannt in den nächsten Jahren kostenlos die Bestände der Österreichischen Nationalbibliothek, ein Projekt, das deutlich mehr als 20 Millionen Euro wert ist. Hunderttausende Studenten, Wissenschafter, Interessierte werden in Zukunft bequemen und freien Online-Zugang zu Büchern bis ins 19. Jahrhundert haben – Bücher und Dokumente, die man sonst nur mühsam physisch hätte ausleihen müssen.

 

Die Digitalisierung des Wissens ist nur eine der vielfältigen Strategien und Segmente von Google, das als Suchmaschine begann und mittlerweile größtes Advertising-Unternehmen, Wissensdatenbank, vernetzte Live-Darstellung der Welt, Targeting-Maschine und Mobile Communicator ist:  abgesehen von den convenience Webservices, die Google großteils gratis anbietet. Umgarnt uns Google mit seinen vernetzten Strategien vollkommen? Zappeln wir wie Fische im weltumspannenden digitalen Netz oder bringt Google die totale, offene, demokratische anarchische Interaktion?

Mittlerweile schickt sich Google auch an, TV und Web erstmals effizient miteinander zu verschmelzen und damit den Mythos der Konvergenz auch im Haushalt einzulösen. Nicht einmal der IPhone- und IPad-Hype konnte Googles Erfolgrun bremsen: Mit seinem Androide-System möchte Google die mobile, virtuelle Interaktion nach Belieben dominieren.

Die vernetzte Zukunft

Über Goggle-TV und andere Zukunftsstrategien, generell über Trends in der vernetzten Welt wird Google Deutschland-Chef Jürgen Galler auf den Österreichischen Medientagen referieren und gleichzeitig im Dialog mit Karl Pall, Geschäftsführer von Google Österreich, Perspektiven für den Markt hierzulande anreißen. Anschließend wird das Publikum zur – durchaus emotionalen – Interaktion gebeten.

„Wir wollen Google eine Plattform bieten und gleichzeitig einen offenen, heftigen Diskurs forcieren“, so Michael Himmer, gemeinsam mit Hans Jörgen Manstein für die Planung und Moderation der Medientage verantwortlich. „Man kann an Google nicht mehr vorbei: Egal, ob es die Verlage und Medienhäuser, die Werbe- und Marketingwirtschaft oder öffentliche Verwaltungssysteme sind. Google ist präsent – bis hin zur Straße und mit Blick in die Wohnungen der einzelnen Bürger. Es geht längst nicht mehr um die Debatte, wie man den ‚gläsernen Menschen‘ schützen könne, sondern wie man mit Information und Wissen über sich und andere umgeht, welche Ausprägungen eine demokratische, diskursive Gesellschaft haben muss, um die digitale Lawine zu bewältigen.“

 

Online als roter Faden – Top Key-Speaker on board

Die digitale Revolution und der damit verbundene Paradigmenwechsel und die strukturellen Umbrüche ziehen sich wie ein roter Faden durch die Medientage 2010, die unter dem Motto „Chaos, Krieg oder Aufbruch“ stehen und das bedeutendste Fachevent in Sachen Kommunikation, Marketing, Medien und Advertising ist.

Die Medientage 2010 können mit Top-Key-Referenten und Themen aufwarten: Der populäre Philosoph Richard David Precht, die Kommunikationswissenschafterin Miriam Meckel, Google-Kritiker und FAZ-Herausgeber Frank Schirrmacher, Medien-Multi Jan Mojto, Blogging-Guru Jeff Jarvis, einer der glänzendsten Theoretiker des digitalen Heute und weiteren bedeutenden Verlegern, TV-. Werbe- und Radio-Spezialisten aus dem deutschsprachigen Raum.

 

Über die Österreichischen Medientage 2010:
Mit etwa 2.000 erwarteten Teilnehmern sind die Österreichischen Medientage die bedeutendste Fachkongressplattform der lokalen Kommunikationsbranche. Im Jahr 2010 wurde die Wiener Stadthalle - Kongresshalle F – als Location ausgewählt, die in zwei Sälen Raum für Panel-Diskussionen und Key-Vorträge bietet. Die Österreichischen Medientage haben sich auch einem inhaltlichen und programmatischen Relaunch unterzogen. Der dreitägige, kompakte Fachkongress verzichtet auf die Medienmesse und weitet dafür das Themenportfolio aus. Um neue, auch branchenferne Zielgruppen zu erschließen, wurden nicht nur die Key Speaker mit interdisziplinären Ansätzen verpflichtet, sondern auch das Pricing verändert. Jeder der drei Tage kann für sich alleine gebucht werden – um 70,- Euro (Di, Mi) bzw. 40,- Euro (Do). Die 4 Schwerpunktbereiche im Jahr 2010 sind: Wirtschaft und Philosophie, Politik und Gesellschaft, Zukunft der Medien und New Media.

 

PR und Pressebetreuung:

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