Die Verantwortung der Medien-und Medienmacher
Jan Mojto auf den österreichischen Medientagen: Ein Plädoyer für die kulturpolitische Rolle des TV und des fiktionalen Filmes.
Jan Mojto, Filmproduzent, Inhaber erfolgreicher Produktions-und Vertriebsfirmen mit Blockbustern wie John Rabe und La Bohème, sowie Mega-Fictions wie „Der Untergang“, „Die Sturmflut“ und „Dresden - das Inferno“ ist einer der Start-Referenten der 17. Österreichischen Medientage am 21. Und 22. September in der Wiener Stadthalle.
Der gebürtige Slowake, der gemeinsam mit Leo Kirch eines der größten europäischen TV-Imperien aufbaute ist mit seiner EO Gruppe einer der wichtigsten Entertainmentproduzenten und-Distributoren Europas. Jan Mojto wird zum Auftakt der Österreichischen Medientage, unter der Moderation von Christian Rainer, gemeinsam mit dem Wiener Bürgermeister Dr. Michael Häupl und der Präsidentin der Wiener Wirtschaftskammer, KR Brigitte Jank über „Zukunft und Chancen des Medien- und Medienwirtschaftsstandortes Wien“ debattieren.
Mojto gilt als vehementer Befürworter von kulturell definierter Medienunterhaltung: „Wir neigen dazu Medien ausschließlich unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu betrachten und die kulturpolitische Bedeutung des Mediums zu verdrängen. Ich möchte deshalb an die Verantwortung, die wir alle, die wir in den Medien arbeiten, tragen, erinnern.“
Diese Mission ist für Mojto auch und gerade in Wien bedeutend. Die Verzahnungen und Verknüpfungen von Medien und Kultur. Dass man mit kulturellen Inhalten, inszeniert auf höchstem Niveau, auch erfolgreich sein kann, beweist Mojto mit Opernfilmen wie „La Bohème“ oder Historiendramen und nicht zuletzt in der synergetischen Kombination von Kino, Film, TV und Cinematheken.
Medienunternehmer, Stratege und Kommunikationswissenschafter
Mit „John Rabe“ hat Jan Mojto, Inhaber und Gründer der EOS („Events on Screen“), erst im Jahre 2009 einen Blockbuster gelandet , der perfektes Infotainment bietet und in mehreren Ländern an die Spitze der Charts gelangte. Klassiker wie die TV-Krimi-Serie „Rosa Roth“, die Falco-Biographie „Verdammt wir leben noch!“ oder der Opernfilm „La Bohème“ zählen zu den Top-Produktionen von EOS.
Jan Mojto, geboren 1948 in Nitra (heutige Slowakei) ist eine der prägendsten und erfolgreichsten Persönlichkeiten der jüngeren TV-Geschichte. Bis 2001 war er maßgeblich am Aufbau der Kirch-Gruppe beteiligt und koordinierte und konzipierte den gesamten Programmbereich. Er galt als Stellvertreter Leo Kirchs und dessen intellektuelles Mastermind, da er es bis heute, wie kaum ein anderer versteht, intellektuelles und künstlerisches Niveau mit gekonntem Entertainment zu verknüpfen.
Mojto galt als Erfinder des Kunst-und Künstlerfilmes und der Umsetzung von theatralischen Aufführungen in das Medium TV und Kino.
2002 begann er mit dem Aufbau der EOS-Gruppe, die die Beta-Film, Beta-Cinema, Unitel, Classica und Kinos umfasst. Die Firmennamen sind gleichzeitig Programm: Beta produziert große TV-und Cinema-Serien zu historischen und literarischen Stoffen und biographische Filme, Unitel steht für Opern-und Musik DVDs und Filmen auf höchsten Entertaining-Niveau, Classica ist der erste und bislang einzige multinationale TV-Channel für klassische Musik, Authentic und Wunderbox sind Filmrechtebanken mit Fokus auf große Klassiker im Unterhaltungs und Kinder-und Jugendsegment
Mojto kooperiert mit den großen Opernhäusern, Orchestern und Drehbuchautoren, hat Stars wie Ulrich Tukur weltweit bekannt gemacht und hat Produktions-und Ausstrahlungsverträge mit den großen TV-Konzernen in ganz Europa: von Murdochs Pay-TV-Gruppe Sky über die großen öffentlich-rechtlichen Sender bis zu Privatkonzernen wie PRO//SAT1 Gruppe und RTL.
Zur Biographie
Jan Mojto begann als Journalist und Kommunikationswissenschafter, lehrt bis heute als Dozent an der Filmakademie Baden-Württemberg und gestaltete als Aufsichtsratmitglied der Medien Gruppe, der PRO//SAT1 Gruppe und der Murdoch-Gruppe (news Cooperation) das europäische TV-Business maßgeblich mit.
Mojto gilt als Verfechter des Qualitätsfernsehens und des Infotainment auf hohem Niveau. Das dokumentierte er auch in seiner Rede anlässlich der Verleihung der Karlsmedaille für europäische Medien: „Heute neigt man dazu, Fernsehen nur unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu betrachten und die kulturpolitische Bedeutung des Mediums zu verdrängen. Ich möchte deshalb an die Verantwortung erinnern, die wir alle, die wir in den Medien arbeiten, tragen. Fiktionale Unterhaltung erzählt Geschichten und je klarer die Unterschiede zwischen dem Guten und dem Bösen sind, desto spannungsreicher sind die Geschichten, die uns das große amerikanische Unterhaltungskino lehrt. Eine moralische Kategorie also, die zugleich auch eine dramaturgische und damit ästhetische ist.“
Jan Mojto hat trotz digitaler Revolution und New Interactive Media mit „Fiktionaler Unterhaltung“ bis heute Blockbuster geschaffen, welche Millionen TV-Kunden erreichen und maßgeblich zur Renaissance des deutschsprachigen Kinofilms beigetragen haben.
Über die Österreichischen Medientage 2010:
Mit etwa 2.000 erwarteten Teilnehmern sind die Österreichischen Medientage die bedeutendste Fachkongressplattform der lokalen Kommunikationsbranche. Im Jahr 2010 wurde die Wiener Stadthalle - Kongresshalle F – als Location ausgewählt, die in zwei Sälen Raum für Panel-Diskussionen und Key-Vorträge bietet. Die Österreichischen Medientage haben sich auch einem inhaltlichen und programmatischen Relaunch unterzogen. Der zweitägige, kompakte Fachkongress verzichtet auf die Medienmesse und weitet dafür das Themenportfolio aus. Um neue, auch branchenferne Zielgruppen zu erschließen, wurden nicht nur die Key Speaker mit interdisziplinären Ansätzen verpflichtet, sondern auch das Pricing verändert. Jeder der beiden Tage kann für sich alleine gebucht werden – um 70,- Euro. Die 4 Schwerpunktbereiche im Jahr 2010 sind: Wirtschaft und Philosophie, Politik und Gesellschaft, Zukunft der Medien und New Media.
PR und Pressebetreuung:
Multiart PR Agentur GmbH
Dr. Helmut Strutzmann
h.strutzmann@multiart.at
Tel: +43 (0)1 535 33 45
Fax: +43 (0)1 533 92 01


